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Die schönsten Kugelsternhaufen | Eine Galerie zum Staunen+Zoomen

Sie wollen einige der schönsten Kugelsternhaufen erleben? abenteuer-sterne.de ermöglicht’s mit Bildern der NASA/ESO …

Kugelsternhaufen hochaufgelöst, zoome bis ins Zentrum!

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Die schönsten Kugelsternhaufen am Himmel

Kugelsternhaufen sind in jeder Hinsicht faszinierende und interessante Objekte im Universum. Der Anblick durchs Teleskop ist wahrlich atemberaubend: mehrere Hunderttausend Einzelsterne, kugelförmig um ein helles Zentrum angeordnet, in dem die Sterne extrem dicht gepackt sind, funkeln wie Diamanten auf schwarzem Samt. Weit über 150 Stück sind in unsere Galaxie bekannt, deren Zentrum sie weiträumig und zumeist exzentrisch umkreisen. Die meisten von ihnen im sogenannten Halo unserer Galaxie – also ober- und unterhalb der relativ flachen Galaxienscheibe. Die gravitativ aneinander gebunden Einzelsterne in Kugelsternhaufen bewegen sich chaotisch und haben sich zu kugel- oder manchmal auch ellipsenförmigen Gebilden ausgedehnt, die teils über mehr als 200 Lichtjahre Durchmesser haben. Und sie sind alt, sehr alt! Einige haben seit ihrer Entstehung aus dem Gas und Staub des frühen Universums über 13 Milliarden Jahre auf dem Buckel und sind somit fast so alt, wie das Universum selbst. Mittlerweile sind jedoch auch ein paar Ausnahmen bekannt. Nämlich welche, die weniger als zwei Milliarden Jahre alt sind und obendrein auch noch mehrere Sterngenerationen gleichzeitig beherbergen (siehe dazu weiter unten im Text).

Alte Rote und blaue Junge

Der überwiegende Anteil der Sterne in Kugelsternhaufen sind sogenannte Population II Sterne. Also alte Sterne, die (in kosmischen Verhältnissen) zur gleichen Zeit geboren wurden. Somit beherbergen Kugelsternhaufen vornehmlich rote Sterne, die eine geringe „Verunreinigung“ mit sogenannten schweren Elementen haben (Astronomen bezeichnen alle diejenigen chemischen Elemente als „schwer“, die nicht Wasserstoff und Helium sind). Doch es finden sich in vielen Kugelsternhaufen auch einige Blaue Nachzügler. Diese massereichen, heißen und somit bläulich leuchtenden Sterne sind sehr viel jünger. Das konnte man sich zunächst nicht erklären. Man vermutet heute jedoch, dass diese Blauen Nachzügler bei der Kollision von zwei Sternen oder zwei Doppelsternen entstehen.

Extreme Sterndichten und Kollisionen mit Katapultwirkung

Solche Sternkollisionen sind nicht verwunderlich, betrachtet man nicht nur die chaotischen Bahnen, auf denen viele Sterne in Haufen ihr Zentrum umkreisen, sondern auch die enorm hohe Sterndichte in Kugelsternhaufen. Innerhalb eines Gebietes von nur ein paar Lichtjahren können sich bereits 10.000 Sterne befinden. Der Abstand im Zentrum beträgt teils nur noch 0,1 Lichtjahre. Wäre die Erde nahe des Zentrums eines Kugelsternhaufens, wäre unser Himmel übersäht mit mehreren tausend Sternen, die uns näher stünden, als der derzeit erdnächste Stern Proxima Centauri. Sicherlich ein umwerfender Anblick, der die Nacht fast zum Tage werden ließe.

Die enorme Dichte in den Zentren von Kugelsternhaufen sorgt aber neben der Entstehung von Blauen Nachzüglern auch dafür, dass immer mal wieder ein Stern regelrecht aus dem Haufen herausgekickt wird. Das kann dann passieren, wenn sich zwei Sterne derart annähern, dass sich aufgrund starker Gravitationswirkung die Bahngeschwindigkeit von einem Stern entsprechend heftig erhöht, dass er den Haufen schließlich katapultartig verlassen kann. Kugelsternhaufen sind zwar bezogen auf kosmische Maßstäbe äußerst stabile Objekte, dennoch verarmen sie mit der Zeit an Sternen, werden immer kleiner und lösen sich schließlich irgendwann auf. Die derzeit noch existierenden Kugelsternhaufen sind quasi der Überrest, der sich noch nicht gänzlich aufgelöst hat. Einen wesentlichen Beitrag zum Auflösen von Kugelsternhaufen hatte auch unsere sich bildende Galaxie. Sie hat die Haufen regelrecht zermalmt. Zumindest vermutet das die Wissenschaft.

Junge Kugelsternhaufen? Mehrere Sterngernerationen? Ausnahmen bestätigen die Regel …

Mittlerweile sind in puncto „Alle Kugelsternhaufen sind uralt“ auch einige Ausnahmen bekannt. So hat man beispielsweise in der Großen Magellanschen Wolke einen Kugelsternhaufen aufgespürt, der erst ca. 1,4 Milliarden Jahr alt ist. Zudem beherbergt dieser Haufen gleichzeitig drei Sternengenerationen unterschiedlichen Alters. Das ist ungewöhnlich für Kugelsternhaufen. Wissenschaftler ziehen in Erwägung, dass bei solchen speziellen Haufen deshalb schubweise neue Sterngenerationen gebildet worden sein könnten, weil die Kugelsternhaufen beim Umlauf um ihre jeweilige Heimat-Galaxie aus deren Hauptebenen vorhandenes Gas und Staub aufsammelten, es in ihrem Inneren anreicherten und mit der Zeit so stark verdichteten, dass es irgendwann zur Entstehung jeweils neuer Sternpopulationen kam. Ein prominentes Beispiel für die Beherbergung mehrere Sterngenerationen ist einer der größten bekannten Kugelsternhaufen: Omega Centauri (NGC 5139). Hier ist aber vermutlich ein ganz anderer Vorgang ursächlich. Denn die Wissenschaftler ziehen in Erwägung, dass Omega Centauri vielleicht gar kein Kugelsternhaufen ist, sondern der übriggebliebene Kern einer ehemaligen Zwerggalaxie. Diese Vermutung wird durch die Existenz eines großen Schwarzen Loches mit etwa 40.000 Sonnenmassen gestützt, das man vor einigen Jahren im Zentrum von Omega Centauri entdeckte.

Helle Zentren mit schwarzen Löchern

Omega Centauri ist jedoch kein Einzelfall. Denn man kennt mittlerweile gleich mehrere Kugelsternhaufen, in deren Zentren Schwarze Löcher sitzen. Und zwar bezogen auf deren Masse solche der sogenannten Mittelklasse. Genau so eines fand man zum Beispiel in einem der schönsten Kugelsternhaufen am Himmel – nämlich in Messier 15 (im Sternbild Pegasus). Und mit Radioteleskopen entdeckte man 2012 im Kugelsternhaufen Messier 22 (im Sternbild Schütze), dass dieser gleich zwei Schwarze Löcher dieser Größenklasse in seinem Zentrum beherbergt.

Die schönsten Kugelsternhaufen

Doch genug der Worte! Klicken Sie sich durch unsere Galerie der schönsten Kugelsternhaufen und zoomen sich bei vielen tief hinein in deren Zentren. Keines der Fotos der Kugelsternhaufen, die von Hubble wie auch von Amateurastronomen stammen, spiegelt nur annähernd die unglaubliche Anzahl an Sternen wider, die in Kugelsternhaufen vereint sind. Es sind und bleiben hochinteressante, faszinierende Himmelsobjekte, die uns immer mehr über eine Zeit verraten, in der die Galaxien entstanden sind. Und ganz besonders beeindruckend ist, dass man eine Handvoll Kugelsternhaufen unter einem dunklen, klaren Himmel mit bloßen Augen erkennen kann. So beispielsweise auf der Nordhalbkugel Messier 3, Messier 5, Messier 13, Messier 15 oder auch Messier 22. Doch auch wenn sie sich auf unserer Netzhaut nur als ein kleines, sehr schwaches nebeliges Fleckchen zeigen, so trifft uns Licht von Objekten, die sich viele tausend bis zehntausend Lichtjahre entfernt von uns befinden, das vor 12 bis 13 Milliarden Jahren ausgesandt wurde. Nur einige hunderttausend Jahren nach dem Urknall. Einfach nur faszinierend …

Anmerkung: Sie haben gute, möglichst sehr hochaufgelöste Fotos von z.B. M2, M22 , NGC 6397, NGC 6752, M92, M71 und nichts dagegen, dass wir diese hier in unserer Kugelsternhaufen-Galerie mit Quellenangabe veröffentlichen, dann melden Sie sich gerne bei uns. Denn mindestens diese sechs Haufen fehlen uns noch in der Galerie.

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