Folge #15.2 des Astronomie-Podcast | Weltall für die Ohren

Was man mit einem Amateur-Teleskop alles sehen kann (Teil 2)

Im zweiten Teil dieses Video-Podcasts wird geklärt, welche Himmels-Objekte mit einem Teleskop zu sehen sind,w as man mit einem Amatuer-Teleskop alles sieht und was man sich in etwa erwarten kann.

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Was man mit einem Amateur-Teleskop alles sehen kann (Teil 2)

In diesem zweiten Teil der Folge 15 geht es um die einzelnen Suchtmacher, die Amateur-Astronomen einfach nicht mehr weg von ihren Teleskopen lassen. Nämlich um die rund 2000 Objekte, die man mit einem Amateur-Teleskop am Sternen-Himmel sehen und erkennen kann.

Die allernächsten Objekte, die ein Amateur-Astronom beobachtet, sind alle möglichen Flugzeuge, die da in ein paar Kilometern Höhe herumsausen. Astronomisches Interesse steckt da keines dahinter. Das ist eher ein heimlicher Wettbewerb. Denn das Bild steht in den meisten Teleskopen Kopf und so ist es gar nicht so leicht, das Teleskop so zu schwenken und zu bewegen, dass das Flugzeug auch im Blickfeld bleibt. Dasselbe gilt auch für Satelliten, die in einigen 100 bis tausend Kilometer Höhe über den Himmel ziehen. Hier sind’s zwar bis auf die Internationale Raumstation nur noch kleine, sternähnliche Lichtpünktchen; aber auch das ist eine kleine, und zugleich ziemlich spaßige Herausforderung, sie nicht aus dem Blickfeld des Teleskops zu verlieren. Ach ja: und dann saust einem beim Beobachten immer mal wieder zufällig ein dünner, sehr schneller Lichtstreif durchs Okular. Das sind alles Sternschnuppen, die in 90 bis 100 km Höhe durch die Wechselwirkung mit unserer Erdatmosphäre die Luft aufleuchten lassen.

Dann kommt länger nix. Erst in rund 380.000 km Entfernung kommt das nächste Objekt der Begierde. Bzw. muss man hier eigentlich von einem Feind sprechen, weil ihn die meisten Astronomen in Hälfte aller Tages eines Jahre verfluchen. Unser Mond. Denn der hellt die 5-6 Tage um die Vollmond-Phase herum den Nachthimmel so auf, dass die meisten lichtschwachen Objekte nicht mehr sichtbar sind oder sich die Beobachtung nicht mehr lohnt. Doch es gibt auch Astronomen, die machen aus der Not eine Tugend und beobachten einfach den Mond selbst. Und da gibt es unglaublich viel, was man schon mit kleinen Teleskopen mit nur einigen cm an Öffnung sehen und entdecken kann. Viele 1000 Krater und Wallebenen, die 12 großen Einschlagsbecken, die man auch Mondmeere bzw. Maria nennt, interessante filigrane Mondrillen, Kraterketten und schroffe Gebirgszüge. Mit Teleskopen im Bereich 20-30 cm Öffnung ist es bei wenig turbulenter Atmosphäre möglich, dass das Auge noch Krater auflösen kann, die nur um die 1,5 km Durchmesser haben. Das ist schon ganz schön ordentlich. Am interessantesten ist der Mond immer dann, wenn nur ein Teil der Halbkugel beleuchtet ist. Dann nämlich steht die Sonne zum Mond so tief, dass alle möglichen Krater und Gebirge interessante Schattenwürfe erzeugen. So kann man z.B. schon mit einem kleinen Fernglas den sogenannten Goldenen Henkel sehen, der in Richtung nordwestlicher Mondrand zu finden ist, oder mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop den sogenannten Hesiodus-Strahl, der in Richtung südlicher Mondrand erscheint. Oder im selben Gebiet, allerdings dann schon mit einem etwa 10 cm großen Teleskop, das sehr faszinierende Mond-X.

Die nächsten mit Amateur-Teleskopen erreichbaren Himmelskörper sind zwischen etwa 40 Millionen und maximal knapp 5 Milliarden Kilometer von uns entfernt. Nämlich unsere 8 Planeten. Sie alle zeigen sich als kleine Scheibchen. Ohne Oberflächendetails, dafür aber mit sichtbaren Phasen wie sie auch unser Mond zeigt, sieht man Merkur und Venus im Teleskop. Der durch Rost auf seiner Oberfläche rötlich leuchtende Mars zeigt in größeren Teleskopen einige der großen, markanten Oberflächenstrukturen, allerdings sehr verwaschen. Dazu gehören insbesondere seine hellen Polkappen, die man durchaus ganz gut ausmachen kann. Jupiter und der Ringplanet Saturn sind hingegen eine Augenweide. Gut stecknadel- bis erbsengroß zeigen sie sich im Teleskope und auf den Oberflächen dieser beiden Gasplaneten sind schon in 8-10 cm großen Teleskopen einige Querstreifen zu sehen, nämlich die Wolkenbänder der Planeten. Man kann wunderbar die creme, braun und ockerfarbenen Farbschattierungen der Wolkenbänder erkennen. Mit Teleskopen, die mindestens etwa 30-fache Vergrößerung ermöglichen, sieht man beim Saturn die prächtigen Ringe, die ihn umgeben. Ab dieser Geräteklasse bzw. so etwa mit 8-10 cm Öffnung sieht man sogar die dünnen dunklen Unterteilungen im Ringsystem, das aus insgesamt mehreren 1000 Einzelringen besteht. Nicht minder aufregend ist, dass man von beiden Planeten die größeren Monde sieht, die sich zu manchen Zeiten wie eine Perlenkette aus winzigen Lichtpünktchen um die gut sichtbaren Planetenscheibchen von Saturn und Jupiter aufreihen. Obwohl diese Monde bis über 5000 km Durchmesser haben, bleiben sie in Amateur-Teleskopen nur sternenähnliche Lichtpünktchen. Aber immerhin! Beim Jupiter sieht man von seinen derzeit 67 bekannten Monden 4 Stück. Nämlich die sogenannten galileischen Monde, also Ganymed, Io, Europa und Callisto. Von Saturn seinen derzeit 62 bekannten Monden, sieht man je nach Teleskopgröße und Sichtbedingungen durchaus bis zu acht Stück. Allen voran die größten und hellsten, nämlich Titan, Rhea, Japetus, Dione und Thetys. Fehlen noch Uranus und Neptun. Diese fernen Eisplaneten zeigen sich als blasse diffus blaugrünlich leuchtenden Scheibchen … Tja und dann gibt es ja da noch den Pluto, bei dem ich mich irgendwie weigere, ihn nicht zu unseren Planeten zu zählen, nur weil er die Bedingungen knapp nicht erfüllt, die ein Planet lt. Definition erfüllen muss. Pluto ist mit Amateur-Teleskopen erreichbar. Wenn auch nur als sternenähnliches Lichtpünktchen. Denn sein Durchmesser ist mit 2370 km zu klein, weil er gleichzeitig auch noch etwa 6 Mrd. km entfernt ist. Bei ihm liegt der Reit eher daran, ihn im Sternengewimmel mit entsprechenden Aufsuchkarten überhaupt auszumachen.

Zwischen allen diesen Planeten gibt’s noch eine Klasse, die mit Amateur-Teleskopen ebenso erreichbar ist. Die Kleinplaneten, bzw. sagt man auch Planetoiden, zu denen auch Pluto gehört. Bzw. sagt man zu denen, die sich in einem näheren Abstand zur Erde befinden, nämlich im sogenannten Asteroiden-Gürtel, also zwischen und Mar und Jupiter, Asteroiden. Hier gibt es wegen sehr vielen etwas unterschiedlichen Eigenschaften dieser Himmelskörper noch große Verwirrung und Uneinigkeit, wie man welche genau benennt. Doch egal wie: von denen sieht man, wenn auch nur als kleine sternähnliche Lichtpunkte z.B. Ceres, Vesta, Daphne oder auch Amphritite, um nur ein paar Namen der größeren und hellen zu nennen. Die zeigen sich schon in 8-10 cm großen Teleskopen. In 15-20 cm Teleskopen sind insgesamt durchaus 1-2 Dutzend zu sehen.

Teils zu fast ähnlichen Klassen zählen auch die Kometen. Nähern sich diese aus Eis, Staub und lockerem Gestein bestehenden Objekte der Sonne auf etwa 300-400 Millionen Kilometer, werden sie für uns sichtbar. Manche sogar mit bloßem Auge, wie z.B. der Komet Hale-Bopp, der in den Jahren 1996 und 97 sichtbar war. Für Kometen braucht es große Gesichtsfelder, um diese Objekte überhaupt ganz erfassen zu können. Weil die meisten eine relativ geringe Flächenhelligkeit haben, ist ein dunkler Himmel Voraussetzung und man benutzt am besten ein Fernglas mit mehreren cm Öffnung bzw. ein kleines Teleskop. In jedem Fall sollte man eine sehr geringe Vergrößerung einstellen.

Nun müssen wir einen gewaltigen Sprung nach Außen machen. Und zwar mindestens 40 Billionen Kilometer weit. Denn hier sind die ersten Sterne. Im Gegensatz zum bloßen Auge sorgt das viel höherer Lichtsammelvermögen der Teleskope dafür, dass man nicht nur Millionen-fach mehr Sterne sehen kann, sondern die leichten Färbungen der Sterne schälen sich deutlicher heraus. Es macht große Freude, in üppigen Sterngebieten die roten und gelben Sterne zu sehen, die aus den ansonsten weißlich leuchtenden Sternen herausstrahlen. Der Granatstern im Sternbild Cepheus oder auch Hinds Purpurstern im Sternbild Hase sind sehenswerte Beispiel von extrem rot leuchtenden Sternen. Und natürlich zeigen sich auch die ganz dezent bläulich leuchtenden Sterne etwas markanter in ihrer Färbung, so z.B. Wega oder Sirius. Besonders interessant ist, wenn zwei unterschiedlich gefärbte Sterne direkt nebeneinander stehen. So z.B. beim knapp 400 Lichtjahre entfernten Doppelstern Albireo im Sternbild Schwan. Hier umkreisen sich im engen Abstand ein orangeroter und ein bläulicher Stern. Ein sehr charmanter Anblick, für den schon kleine Teleskope ausreichen.

Aber, die einzelnen Sterne sind es bis auf wenige Ausnahmen gar nicht, die den Amateur-Astronomen interessieren. Es sind vielmehr die, die von der Erde aus gesehen in Ketten, in Anhäufungen oder als Pärchen zusammenstehen oder irgendwas Besonderes tun. Viele Sterne entpuppen sich im Teleskop als zwei oder drei Sterne, die eng beieinanderstehen. Die meisten stehen nur scheinbar nebeneinander. Doch bei vielen handelt es sich tatsächlich um echte Mehrfachsysteme. Also zwei, drei, vier Sterne, die sich gegenseitig umkreisen. Wie z.B. der gerade vorhin genannte Doppelstern Albireo. Der Reiz liegt vor allem darin, solche Mehrfachsysteme noch optisch trennen zu können. Das erfordert hohe Vergrößerungen und Teleskope mit mindestens 6-10 cm Öffnung. Bei einer Handvoll Mehrfachsysteme reicht sogar ein Menschenleben aus, um die Umrundung mitzuverfolgen, weil diese nur einige 10 Jahre dauert. So beispielsweise der Stern alpha Coma Berenices, ein Hauptstern des Sternbildes Haar der Berenike. Die gegenseitige Umrundung ist immer schon nach knapp 26 Jahren. Oder bei einem Doppelsternsystem ist einer davon ein weißer Zwerg, also der tote Rest eines ehemals sonnenähnlichen Sterns. So z.B. beim Stern Sirius. Dessen nur halb so großer Begleiter ist ein solcher weißer Zwerg und den kann man vom Hauptstern Sirius mit einem guten Teleskop ab etwa 10 cm Öffnung, bei ruhiger Atmosphäre und sehr viel Geduld trennen. Ebenso interessant ist einer der schnellsten bekannten Sterne. Nämlich der Rote Zwerg, der den Namen Barnards Pfeilstern trägt. Dieser nur knapp 6 Lichtjahre entfernte Stern rast mit etwa 500.000 km/h durchs als All. Seine hohe Eigenbewegung, die über die Jahre schon mit einem kleineren Teleskop mitverfolgbar ist, hat ihm den Namen Pfeilstern eingebracht. Und dann gibt es auch noch viele Sterne, bei denen man im Teleskop Helligkeitsveränderungen mitverfolgen kann. Die können so extrem sein, dass ein solcher Stern mit bloßem Auge kurzzeitig nicht mehr zu sehen ist. So z.B. der Stern Mira im Sternbild Walfisch. Oder deutlich weniger intensiv, dafür aber viel schneller in der Helligkeitsänderung der Stern Algol im Perseus … Kurzum: Schnelle, unterschiedliche farbige, ihre Helligkeit ändernde und Mehrfachsysteme sind hundertfach am Himmel mit Amateur-Mitteln zu erreichen.

Nun zu den Ketten, Ansammlungen und Anhäufungen von Sternen. Die allermeisten besonders Markanten sind Offene Sternhaufen und Kugelsternhaufen, die sich in einigen hundert bis einigen zehntausend Lichtjahren von uns entfernt befinden. Die Offenen Sternhaufen sind Ansammlungen von einigen hundert bis tausend noch recht jungen Sternen, also etwa bis zu 2-3 Mrd Jahre. Die Kugelsternhaufen sind hingegen Ansammlungen von bis zu über 1 Million Sterne auf engem Raum, die fast alle uralt sind. Die Ältesten sind mit rund 13 Mrd Jahren fast so alt wie das Universum selbst. Viele Hundert Sternhaufen sind mit Teleskopen erreichbar und alle sind sie prächtig anzuschauen. Keiner gleicht dem anderen in Form und Struktur. Das Faszinierende sind die Mengen an Sternen auf kleinem Raumvolumen. Im Teleskop zeigen sie sich wie Diamanten auf dunklem Samt. Einige Dutzend dieser Sternhaufen sind bereits mit einem Fernglas erreichbar bzw. sind manche so groß, dass sie auch perfekt für eher kleine Optiken geeignet sind. Lediglich die Kugelsternhaufen, die so gut wie alle deutlich weiter entfernt sind, lechzen nach möglichst großen Öffnungen und viel Vergrößerung.

Mit weit über 100 Stück sind auch die Planetarischen Nebel, die im Prinzip Sternleichen sind, tolle Objekte für Amateur-Teleskope. Sie zeigen sich als schwachleuchtende nebelige Gebilde mit hoher Formen- und Strukturvielfalt. Was man da leuchten sieht, sind die ehemaligen Hüllen von Sternen, die zu Lebzeiten ähnlich unserer Sonne waren. Das Leuchten dieser Gashüllen verursacht der sich irgendwo im Inneren befindliche, erdkugelgroße Sternenrest, zu dem man auch Weißer Zwerg sagt. Ein prominentes Beispiel ist der Ringnebel im Sternbild Leier, der aussieht wie ein kleiner grauer diffuser Rauchring. Mit sehr großen Teleskopen wird auch der weiße Zwerg im Zentrum als winziges Leuchtpünktchen sichtbar. Gut zu sehen ist der Ringnebel bereits mit einem etwa 8 cm Teleskop. Die meisten Planetarischen Nebel sind aber lichtschwächer und somit sind Öffnungen ab 10-15 cm sinnvoller. Spezielle Nebel-Filter helfen zudem.

Doch der Himmel bietet nicht nur den Tod, sondern auch mehrere Sternentstehungsgebiete, wie z.B. den Lagunennebel, Schwanen-Nebel oder auch den Orionnebel. In Beeindruckenden Grautönen zeigen sich filigrane diffuse Nebel mit teils üppigen Strukturen um einige heiße junge Sterne herum, die die Gas- und Staubwolken zum Selbstleuchten anregen. Für die meisten dieser Objekte lohnt ein sehr dunkler Himmel und eine eher große Öffnung, will man wenigstens Ansatzweise einige dieser tollen Strukturen in den ansonsten grauen Nebel-Flächen sehen. Gleiches gilt für die Handvoll Supernova-Überreste, die der Nachthimmel bereithält. Das sind Reste von großen Explosionen ehemals sehr massereicher Sterne. Prominente Beispiele sind z.B. der Cirrus-Nebel im Sternbild Schwan und der Krebsnebel im Sternbild Stier. Für eine grundsätzliche Sichtung reichen schon 6-8 cm große Teleskope. Strukturen im Supernova-Überrest zu erkennen, erfordern zumeist mehr Öffnung. Bei machen reichen 40-50 cm Öffnung immer noch nicht. Auch hier ist der Einsatz von speziellen Nebelfiltern gewinnbringend.

Gar nix bringen diese Filter hingegen bei der letzten Objektklasse, auch wenn sie genauso nebelig-diffus im Teleskop aussehen: nämlich den Galaxien. Hier reichen die Entfernung von 2-3 Millionen Lichtjahren, bis hin zu vielen 10 Millionen Lichtjahren. Von diesen Sterneninseln im All sind hunderte im Teleskop zu sehen. Riesig zeigt sich die uns nächste Galaxie: Andromeda. Die sieht man unter dunklem Himmel schon mit bloßem Auge. Im Fernglas wirkt sie wegen ihrer großen Ausdehnung am Himmel sehr schön. Und in größeren Teleskopen sieht man auch schon ein bisschen was von ihrer Spiralarmstruktur. Andere sind hingegen so weit weg, das man nur einen verwaschenen, runden, ovalen oder auch länglichen schwachen Lichtklecks sieht. Interessant sind die vielen Formen, je nach Art der Galaxie und wie sie im Raum zu uns verkippt sind. Mit einem 10-15 cm Teleskop kann man schon einige Dutzend erkennen. Und große Öffnungen zeigen bei vielen dann schon erste faszinierende Strukturen. Der Reiz bei Galaxien ist das Wissen, dass es gleiche Objekte sind, wie die unsere Galaxie, in der wir beheimatet sind, und sie ebenso aus Abermilliarden Sternen mit nahezu ebenso vielen Planeten bestehen. Und vor allem, weil sie extrem weit entfernt sind, und wir sie trotzdem sehen können. Schön anzuschauen sind in zig-Millionen Lichtjahren Entfernung auch ganze Haufen oder gar Gruppen von Galaxien.

Das Ende der Fahnenstange markieren dann diejenigen Galaxien, die einen sehr aktiven, heißen und hellen Kern haben und zugleich extrem weit entfernt sind. Nämlich einige Milliarden Lichtjahre. Deren Kerne zeigen sich bei diesen Entfernungen nur noch als sternartige Lichtpunkte. Diese aktiven, extrem hellen Galaxien-Kerne bezeichnet man auch als Quasare. Zu sehen sind die hellsten unter ihnen ab etwa 10 cm Teleskop-Öffnung bei dunklem Himmel. Doch glücklich wird man hier eher mit deutlich größeren Öffnungen. Hier liegt der Reiz schlichtweg an den Entfernungen, die in Kilometer ausgedrückt im Bereich von einigen Trilliarden Kilometern liegen. Und auch, ein solches Leuchtpünktchen von allen anderen unterscheiden zu können, die einfach nur Sterne sind.

Zusammenfassend kann man sagen, dass man so viele Himmels-Objekte mit Amateur-Teleskopen sehen kann, dass ein Leben dafür nicht ausreicht, sie alle mal gesehen zu haben. Das merkt man schon an der Länge dieser seeehr länglich gewordenen Folge. Und dabei war das hier alles nur mal ein sehr grober Überblick. Das Schöne ist, dass selbst mit kleineren Teleskopen jede Menge möglich ist. Doch gerade wegen dieser enormen Vielfalt ist nicht nur für jedes Teleskop und jeden Standort was dabei, sondern auch für jeden Astronomen. Das All ist eine riesige Fundgrube. Und alles das, was man darin findet, entdeckt und sieht, ist nicht nur spektakulär, sondern macht auch noch irrsinnig süchtig.

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