So riecht das Weltall

Weltall für alle Sinne

Eau de Space | Erfahre den Duft

Wie riecht das Weltall?

Genau das bekommen Sie bei unseren Indoor-Veranstaltungen beantwortet bzw. können sich das dann selbst beantworten. Denn wir haben den Geruch dabei und lassen Sie diesen dann auch live schnuppern. Und wir beantworten natürlich auch die Frage, wieso man das All trotz des vorhandenen Vakuums sehr wohl riechen kann.

Pferdestall, Himbeeren, Ozon, Autobahn-Toilette, Schweißarbeiten in einer Autowerkstatt, verschmorter Gummi, Mandelplätzchen, Schießpulver, Rum, heiß gelaufene Bremsbeläge, Uih jaaa, Oh neeee, Puuhhh ...
Das und noch viel mehr und wilderes sagen Teilnehmer, die von uns eine Nase voll bekommen haben.

Und das ist er: Der Weltall-Geruch, den Sie bei uns schnuppern können.

Foto: Abenteuer Sterne
Foto: Abenteuer Sterne

Eau de Space!

Wissenswertes zum Weltall-Parfum

Die US-Weltraumbehörde NASA bemüht sich seit jeher, die Astronauten vor ihren Missionen ins All so realistisch wie möglich auf alles vorzubereiten. Da rückkehrende Crews immer wieder von einem eigenartigen, ungewöhnlichen und sehr charakteristischen Geruch berichteten, der sich in der Raumstation nach beendeten Außeneinsätzen breit machte, beschloss die NASA, auch diesen Geruch in ihre Trainingsprogramme für die Astronauten zu integrieren. So seien alle noch besser vorbereitet.

Im Jahr 2008 gab die NASA dem Chemiker Steve Pearce (Gründer der britischen Firma Omgea Ingredients) den Auftrag, diesen Geruch nachzuahmen. Hilfe bekam er dabei von zahlreichen Astronauten, die diese einzigartige Geruchskomposition in der Raumstation bereits gerochen und ihm somit beschreiben haben können. Interessant dabei war, dass die Beschreibungen für Steve Pearce überraschend und vor allem relativ vielseitig waren. Letztlich waren die Beschreibungen des Weltall-Geruchs ähnlich weit gefächert, wie bei jedem Duft, der von verschiedenen Menschen möglichst gut beschrieben werden soll.

Man kann sich nun gut vorstellen, dass dieser Weltall-Geruch viele Menschen interessiert, aber nicht zugänglich ist. Und so kam es im Jahr 2020, dass ein gewisser Matt Richmond im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne den Geruch der Öffentlichkeit zugänglich machen wollte. Man berief sich damals auf das US-Bundesgesetz „Freedom of Information Act“ (FOIA) , das besagt, dass jedem Bürger das Recht auf Zugang zu Aufzeichnungen und Dokumenten von Regierungsbehörden gewährt werden muss (in Deutschland entspricht dies dem „Informations-Freiheits-Gesetz“). Als Zweck der Kampagne wurde unter anderem angeführt, dass damit dann an Schulen und in Ausbildungen das Interesse an Wissenschaft unterstützt werden könne.

Die Kampagne brachte den gewünschten Erfolg und so konnte das ursprünglich von Steve Pearce für die NASA entwickelte „Parfum“ unter dem Namen Eau de Space realisiert werden. Seit 2020 muss man also keiner mehr Astronaut werden und Weltraum-Spaziergänge absolvieren, um den „Duft“ des Weltalls erleben zu können.

Wir von Abenteuer Sternen haben es seit Ende 2025 und nutzen das Eau de Space in Form kleiner Duft-Proben, die wir bei unseren Veranstaltungen gratis verteilen. Da es wirklich SEHR intensiv riecht, reichen jeweils kleine Mengen davon aus. Die kleinen Duft-Proben versiegeln wir in geruchsdichten Tütchen, damit der Geruch des Universums maximal lange für unsere Teilnehmer (auch als Erinnerung an unser Programm) erhalten bleibt und bei Bedarf immer wieder „genossen“ werden kann. 

Warum riecht das Weltall?

Die menschliche Nase verfügt über einige 10 Millionen Geruch-Sinneszellen. Das führt dazu, dass bereits ein paar wenige Moleküle, die in der Luft herumschwirren, ausreichen, damit sie wahrgenommen werden können – wir etwas riechen. Somit ist sicher: Das Weltall hat einen Geruch, da es im Vakuum hier und da ein paar wenige Moleküle gibt oder geben kann (je nachdem wo genau man im All ist). Da aber der Druck zum Atmen fehlt, riechen wir Menschen in einer solchen Umgebung nichts. Somit weiß auch niemand, wie der Geruch des Weltalls ist.

Randnotiz: Die Idee, ohne Raumanzug das Raumschiff zu verlassen, um dann evtl. doch etwas zu erschnuppern, ist keine gute!  Denn im Vakuum des Alls würde man in etwa 15 bis 20 Sekunden das Bewusstsein verlieren und nach weniger als 2 Minuten den Tod durch Ersticken sterben. Obendrein sinkt wegen dem fehlenden Luftdruck der Siedepunkt von Flüssigkeiten. Die Feuchtigkeit in den Augen und auf der Zunge würde sofort zu sieden beginnen. Das Blut erst langsam mit der Zeit. Aber weil auch die Gewebeflüssigkeit sofort beginnt zu sieden, bläht sich der ganze Körper ziemlich auf. Also bitte lieber lassen!

Was aber riecht – und genau das berichteten alle Astronauten, die auf der Raumstation ISS waren – sind die Raumanzüge und die Luft in den Luftschleusen nach einem Weltraum-Spaziergang. Woher dieser Gerüche kommen oder wie sie entstehen, ist noch nicht geklärt.

 Eine Vermutung ist, dass es sich um Moleküle aus den Außen-Metallflächen der Raumstation handelt, die sich durch das Vakuum des Alls herauslösen und dann an den Raumanzügen der Astronauten bei Außeneinsätzen haften bleiben. Zurück im Inneren der ISS rieche man diese dann an den Raumanzügen. Ebenso können dafür aber auch Moleküle direkt aus dem Weltall sein. Eine Theorie besagt, dass es sich unter anderem um polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) handeln könne, die sterbende Sterne an die Umgebung abgeben. PAK riechen nämlich sehr stechend. An den Geruchkombinationen könnte aber auch atomarer Sauerstoff schuld sein. Auch den gibt es im Weltall. Es könnte sich aber unter anderem auch um atomaren Sauerstoff handeln, den man dann an den Raumanzügen riecht. Verantwortlich könnte aber auch atomarer Sauerstoff sein, den es im Weltall gibt. unter anderem auch Das wäre dann ein echter außerirdischer Duft. Doch es gibt noch mehr Vermutungen: Es kann sich auch um atomaren Sauerstoff handeln, der dann bei der Druckentlastung der Kabine mit dem dort vorhandenen O₂ reagiert (Oxidation). Und zwar zu Ozon (O₃). Zumindest berichteten viele Astronauten, so etwas wie Ozon oder so etwas ähnliches gerochen zu haben. 

Vermutlich ist das Ganze also eine Mischung aus diversen Weltraum-Partikeln (die im Vakuum herumschwirren) und im Inneren der Raumstation vorhandener Moleküle (allen voran Sauerstoff bzw. Sauerstoffverbindungen) – die dann durch chemische Reaktionen den Geruch des Weltalls kreieren.

In jedem Fall sollte man sich den Duft oder Gestank des Alls nicht entgehen lassen!

Kommen Sie deswegen zu unseren Veranstaltungen und nehmen sich dort für zu Hause eine Nase voll All mit. Es lohnt sich. Denn der Geruch des Alls ist wirklich sehr, sehr außergewöhnlich, eindringlich und ein nachhaltiges Erlebnis. Versprochen.

Ob es duftet oder stinkt und auch nach was: das entscheiden Sie!

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