Der aktuelle Sternenhimmel

Die Karte zeigt den Sternenhimmel, wie er jeweils zur Monatsmitte zu den 5 oben angegebenen Zeitpunkten (Monat /Uhrzeit) zu sehen ist. Entlang der Ekliptik (grün) bewegen sich der Mond und die Planeten (hier nur Jupiter, Saturn, Mars und Venus). Die Mondphasen, die Position des Mondes bei Vollmond, und die Positionen und Bewegungsrichtungen der Planeten gelten nur für den gelb markierten Monat.
(Aktuelle Sternkarte: astronomischesjahr.de)


Der Sternenhimmel im März 2017

Was sich gerade am Himmel tut – Aktueller Sternenhimmel & aktuelle Sternbilder

Dies ist der aktuelle Sternenhimmel über Bayern für März 2017. Neben Daten zu Sonne, Mond, Planeten und Sternschnuppen-Schwärmen über Bayern zeigen wir Ihnen hier auch die aktuellen Sternbilder über Bayern, die im März 2017 am Sternenhimmel zu sehen sind.

 

I. Prominente Sternbilder im März:

Im Monat März sind bereits einige Frühlingssternbilder zu sehen, die über dem Ost- und Nordosthorizont emporsteigen. So z.B. das Sternbild Bootes, auch Bärenhüter genannt und eher über dem Osthorizont stehend die Jungfrau. Im Nordosten taucht gegen Ende des Monats auch schon der herrliche Herkules über dem Nordosthorizont auf. Genau gegenüber machen sich indes die letzten sichtbaren Herbststernbilder vom Acker. So z.B. die Fische und die Andromeda mitsamt der Andromeda-Galaxie (die bei dunklem, klaren Himmel mit bloßem Auge zu sehen ist). Hoch über dem Südosthorizont thront unübersehbar der herrliche Löwe; zeitgleich beherrschen über dem Süd- und Süd-Westhorizont immer noch die imposanten Wintersternbilder Zwillinge, Stier, Großer Hund und Orion die Szene. Der Große Hund mit dem hellen Stern Sirius (bzw. ist dieser Stern der hellste Stern überhaupt am Nachthimmel) steht in den frühen Abendstunden genau über dem Südhorizont. Im März sind zwei herrliche, mit bloßem Auge fast unübersehbare Sternhaufen am Himmel zu sehen (einigermaßen dunkler Himmel vorausgesetzt): Und zwar im Krebs, der hoch über dem Südsüdwesthorizont steht, der Offene Sternhaufen „Praesepe“ und im Sternbild Haar der Berenike (zu finden in halber Höhe zwischen dem Osthorizont und dem Zenit) der „Coma-Haufen“, ebenso ein offener Sternhaufen.

II. Besonderes & Sehenswertes:

In diesem Monat lohnt der Abend des 1. März. Denn dann steht der noch junge Mond mit seiner ganz schmalen Sichel über dem Westhorizont und das unmittelbar in der Nähe der beiden Planeten Mars und Uranus. Und Mitte Märt zieht der Mond recht knapp am Planeten Jupiter vorbei, der sich im Sternbild Jungfrau aufhält.

 

Himmel am 01.03., 20 Uhr, Blickrichtung West:
Eleganz pur: Die schmale Mondsichel ist immer einen Blick wert. Doch am 1.3. lohnt dieser ganz besonders, weil direkt in Mondnähe die beiden Planeten Mars und Venus stehen. Ein wirklich herrlicher Anblick, dieses Szenario. Wer ganz genau hinsieht, der entdeckt in Mondnähe auch noch den Planeten Uranus als kleines Lichtpünktchen. Klicken Sie dazu bitte die nächste Grafik. (Hinweis: der Mond ist hier zur bessern Übersicht 5-fach so groß dargestellt, als wie er am Himmel erscheint).
Himmel am 01.03., 20 Uhr (VERGRÖSSERT dargestellt)
Bei sehr dunklem Himmel ist schräg rechts unterhalb des Mars der Uranus zu erkennen. Mit bloßem Auge wohlgemerkt! Zusammen mit Mars und dem Mond bildet das Ganze ein kleines rechtwinkliges Dreieck am Himmel. Wer Schwierigkeiten hat, nutzt ein Fernglas. Dann sollte man Uranus auf alle Fölle erkennen können. (Hinweis: der Mond ist hier zur bessern Übersicht 5-fach so groß dargestellt, als wie er am Himmel erscheint).
Himmel am 14.03., 22.30 Uhr, Blickrichtung Südost:
Eine mit dem bloßem Auge schön anzuschauende Begegnung von Mond und Jupiter gibt's am späteren Abend des 14.3. im Sternbild Jungfrau. Am 13.3. sowie am 15.3. ist der Mond wzar auch noch in der Nähe, doch schon wieder viel weiter weg vom Jupiter (Hinweis: der Mond ist hier zur bessern Übersicht 5-fach so groß dargestellt, als wie er am Himmel erscheint).

Bildquelle: Stellarium. Editierung: abenteuer-sterne.de

III. Sternschnuppen im März:

Das ist auch in diesem Monat (leider) kurz und knapp beantwortet: es gibt keine nennenswerten Sternschnuppen-Aktivitäten im März. Andererseits: wenn Sie doch eine sehen (weil vereinzelt immerzu welche fallen), dann darf der Wunsch bestimmt ein größerer sein. Und vielleicht geht das Ganze dann ja sogar in Erfüllung. Und weil man’s nie weiß, lohnt der Blick nach oben immer …

IV. Die Planeten im März:

[alle mit freiem Auge sichtbaren sind berücksichtigt. Fotos der Planeten nicht maßstabsgerecht]

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Jupiter:
Der Gasriese leuchtet die ganze Nacht über und ist aufgrund seiner großen Helligkeit (derzeit hat er sogar seine maximal mögliche) eines der markantesten Objekte des Nachthimmels. Er steht unterhalb des Sternbildes Jungfrau. Anfang des Monats geht er gegen etwa 21.45 Uhr am Osthorizont auf. Ende des Monats macht er das bereits gegen etwa 19.30 Uhr (bzw. 20.30 Uhr Sommerzeit). Am 14. März zieht der zu dieser Zeit noch fast volle (schon wieder abnehmende) Mond recht knapp oberhalb des Jupiters vorbei. Übrigens: Bereits mit einem Fernglas sind seine vier größten Monde als winzige Lichtpünktchen um ihn herum zu sehen.

Saturn:
Der Ringplanet hält sich derzeit im Bereich des Sternbildes Schütze auf und ist damit nur am frühen Morgenhimmel zu sehen. Saturn zeigt sich dem bloßen Auge als gelbfarbenes Lichtpünktchen. Geht Saturn Anfang März erst gegen etwa 3.30 Uhr auf (=Winterzeit), so passiert das Ende März bereits um etwa 2.30 Uhr (=Sommerzeit). Am 20.3. steht der abnehmende Mond unmittelbar über dem Saturn am Himmel. So kann man ihn ganz leicht ausfindig machen. Übrigens: Um die Ringe des Saturns zu sehen, braucht man ein Fernglas oder Teleskop mit wenigstens etwa 30-facher Vergrößerung.

Mars:
Ziemlich klein ist der Mars am Himmel (mittlerweile) geworden. Doch an seiner leicht orangerötlichen Farbe kann man das helle Lichtpünktchen schnell als der Mars ausmachen. Unterwegs ist der Mars im Monat März vom Sternbild Fische aus in Richtung Widder.

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Venus:
Mit jedem Tag im März sinkt die Venus (derzeit der „Abendstern“) etwas tiefer in Richtung Nordwesthorizont. Immer noch ist sie maximal hell und somit wirklich unübersehbar, wie sie jeden Abend über dem Westhorizont leuchtet. Übrigens: In einem Teleskop kann man ihre Phasengestalten wunderbar mitverfolgen.

Merkur:
In der letzten Märzwoche wird es möglich sein, den flinken Merkur als kleines Lichtpünktchen mit bloßem Auge über dem Westhorizont (jeweils in der Dämmerung) sehen zu können. Jeden Abend steht er ein kleines Stück höher; das heißt, dass die Sichtbarkeit zu Ende des Monats immer besser wird. Anfang April taucht er dann schon wieder ab und man kann ihn nur noch bis in die zweite Aprilwoche hinein sehen.

Uranus:
Der ferne Gasplanet steht im Sternbild Fische. Das steht aber bereits am frühen Abend so tief am Horizont, dass eine Sichtung ab etwa Mitte März nicht mehr möglich ist. Am 1.3. hat man gute Chancen! Siehe dazu unser Tipp bei „Sehenswertem im März“. Übrigens: bei relativ dunklem, klarem Himmel kann man Uranus sogar mit bloßem Auge erkennen. Er sieht allerdings nur aus wie ein kleiner schwacher Stern am Himmel.

 

Allgemeines zu Venus und Merkus: Venus und Merkur sind wegen ihrer Nähe zur Sonne immer nur in der Abend- oder Morgendämmerung zu sehen. Merkur steigt zudem immer nur knapp über den Horizont auf.

 

V. Wo ist die Sonne im März?:

sonne_purVon der Erde aus betrachtet, zieht die Sonne ihre Bahn von Ost nach West über den Himmel. Könnte man sie stark herunter dimmen, so würde man direkt hinter ihr den Sternenhimmel sehen. Man könnte nun beobachten, wie sie sich auf ihrer scheinbaren Bahn (Ekliptik) über den Himmel nach und nach durch die 13 Sternbilder (bzw. 12 Tierkreiszeichen) bewegt, die entlang der Ekliptik liegen. Sie bewegt sich dabei von West nach Ost. Aktuell sieht es so aus: Seit 16. Februar steht die Sonne im Sternbild Wassermann und wechselt am 12. März in das Sternbild Fische. Bei den Astrologen steht die Sonne hingegen schon seit 20. Februar im Sternzeichen Fische und wechselt am 21. März in den Widder. Schuld an der Abweichung zwischen Astronomie & Astrologie ist das Wechselspiel zwischen Mond und Erde. Mehr dazu gibt’s bei den Sternführungen von abenteuer-sterne.de zu sehen und zu hören.

VI. Wo steht der Mond im März:

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Die Mondphasen im März gestalten sich folgendermaßen:
 
26.02. (15.58 Uhr) ► Neumond (Wassermann)
05.03. (12.32 Uhr) ► Halbmond (Stier)
12.03. (15.45 Uhr) ► Vollmond (Löwe)
20.03. (16.58 Uhr) ► Halbmond (Schütze)
28.03. (04.57 Uhr) ► Neumond (Walfisch)

 
Am 26. Februar um 15.58 Uhr stand der Mond genau genau zwischen Sonne und Erde und bescherte uns somit einen Neumond (Mondsichel: 0%). Danach nahm die Mondsichel sukzessive wieder zu und landet am 5. März um 12.32 Uhr als Halbmond (Mondsichel: 50%) im Sternbild Stier, bevor sie dann am 12. März um 15.45 Uhr aus dem Sternbild Löwe heraus als Vollmond erstrahlt (Mondsichel: 100%). Die Erde befindet sich zu diesem Zeitpunkt genau zwischen Sonne und Mond. Der Mond wandert dann weiter ostwärts am Himmel, nimmt dabei immer mehr ab und landet am 20. März als Halbmond im Schützen (Mondsichel: 50%). Mit jedem Tag nimmt die Mondsichel dann weiter ab bis unser Erdtrabant schließlich am 28.03. als Neumond (Mondsichel: 0%) im Walfisch steht.

 

Allgemeines zum Mond

Unser Erd-Mond umrundet die Erde im Abstand von rund 380.000 Kilometer. Die Sonne strahlt dabei stets eine halbe Mondkugelfläche an. Je nachdem, wo sich die Erde bezüglich des Mondes befindet, sehen wir von dieser beleuchteten Halbkugelfläche entweder gar keinen Teil (= Neumond), einen anwachsenden Teil (= zunehmender Mond) oder schrumpfenden Teil (= abnehmender Mond), oder aber die volle Mondkugelhälfte (= Vollmond).
 
Bis der Mond bei seiner Reise durch die (Ekliptik-)Sternbilder wieder vor demselben Sternbild steht, dauert es 27,32 Tage (= siderische Umlaufzeit). So lange braucht der Mond einmal um die Erde. Von Vollmond zu Vollmond dauert es hingegen 29,53 Tage (= Lunation oder synodische Umlaufzeit). Denn während sich der Mond in 27,32 Tagen einmal um die Erde dreht, hat sich die Erde auf Ihrer Bahn um die Sonne auch etwas weiterbewegt. Damit der Mond der Sonne (und somit auch uns auf der Erde) wieder die selbe Seite zeigt, muss sich der Mond noch ein bisschen weiter drehen. So kommt es zu den 29,53 Tagen.
 
Ein flotter Geselle: Von der Erde aus betrachtet rückt der Mond in einer Stunde etwa um seinen eigenen Durchmesser am Firmament in Richtung Osten weiter (seine Bahngeschwindigkeit beträgt demzufolge gut 1 Kilometer pro Sekunde).